NATÜRLICHES LERNEN
Unter „Natürlichem Lernen“ verstehe ich, aus der „inneren Natur“ heraus zu lernen, sich zu entfalten und sich zu entwickeln. Die innere Natur ist mein Innerstes, in dem meine persönlichen, besonderen Potenziale und Gaben, meine Seelenaufgabe sowie meine sprudelnde Schöpferkraft zu Hause sind. Lernen findet grundsätzlich immer statt. Doch ich entscheide selbst, in welcher Qualität und Nachhaltigkeit meine Lernprozesse ablaufen. Welchen Sinn und Wert haben sie für meine Ganzheit Körper-Geist-Seele und für meine Persönlichkeit? Für meine Selbst- und Herz-Qualitäten? Für mein Leben in der Zukunft? Nur Lernprozesse, die aus meiner inneren Natur wachsen, werden fest in meinem Gehirn und in meinem Herzen verankert. Sie können von dort aus sprießen, wachsen und weitere Verbindungen eingehen. Sie bilden mit der sprudelnden Energie meiner Schöpferkraft kreative Gewächse. Intrinsische Motivation und Inspirationen beschleunigen und intensivieren die Lerninhalte und Erfahrungen. Lernen ist für „normale“ Menschen natürlich und mit einer positiven Einstellung verbunden. Dies kannst du gut bei Kleinkindern beobachten, die von sich aus – nach ihrem inneren Lernplan – Gehen, Laufen, Sprechen und unfassbar vieles mehr lernen. Sie würden aus der inneren Neugier heraus mit Freude und unglaublich schnell Lesen lernen; wenn sie in der „sensiblen Phase“ (nach Maria Montessori) dafür sind. Die Mathematik ist „eine Art Spielzeug, welches uns die Natur zuwarf …“ (nach Jean-Jacques Rousseau). Unsere Gehirne sind von Natur aus darauf ausgerichtet, Probleme zu lösen. Wir streben nach Neuem und wollen immer „weiter und höher“. … In unseren Kindern schlummern ungeahnte Potenziale und grenzenlose Schöpferkraft. Wenn wir sie lassen, dann leben sie sie aus. Wenn wir unseren Kindern Orientierung, Rahmen und vor allem Vertrauen in bedingungsloser Liebe schenken, entwickeln sie ihre persönlichen Herzenswege, Arbeitsfelder und Genialität. Die innere Natur entfaltet sich am besten in Synergie und Symbiose mit der „äußeren Natur“. In ihrem Schwingungsfeld, in der reinen Luft, in Sinneserfahrungen mit den Natur-Elementen und in der körperlichen Bewegung erfahren Körper, Geist und Seele kraftvolles Wohlgefühl. Salutogenese pur! Natürliches Lernen ist darüber hinaus sinnvolles und wertvolles Lernen für die persönliche Zukunft. Natürliches Lernen ist Lernen fürs Leben; für ein erfülltes, gesundes und erfolgreiches Leben.
WAS BRAUCHEN UNSERE KINDER …?
Was brauchen unsere Kinder und Kindes-Kinder als Nährboden für eine gesunde, kreative und erfolgreiche Zukunft?
Erstens: Bedingungslose Liebe, Vertrauen und Sicherheit; zweitens: Freiheit, Regeln und Orientierung; drittens: Bewegung, Entspannung und bewusste Ernährung; viertens: Erfahrungen, Inspirationen und viel Natur.
Die Kinder brauchen ein Zuhause und eine Schule, in der sie sich aus ihrer „inneren Natur“ heraus entwickeln und entfalten können.
In der „inneren Natur“ wohnen die persönlichen, besonderen Potenziale und Gaben, die Schöpferkraft und Kreativität sowie die Seelenaufgabe und der Herzensweg.
Die Seelen unserer Kinder suchten genau uns aus, um ihre „Wurzeln, Herzen und Flügel“ zu entfalten.
Diese Frage stellte ich mir in den vergangenen dreißig Jahren unzählige Male. Ich lernte im Laufe dieser Zeitspanne für mich so unglaublich viel Neues dazu, dass sich die Beantwortung dieses Gedankenganges immer wieder verändert hatte. Die Entwicklung der Gesellschaft, der Technik, der weltweiten Probleme und des „Bewusstseins“ der Menschen in unserem Kulturkreis motivieren andauernd, den Themenkreis Zukunft mit seinen Anforderungen und wertvollen Kompetenzen für unsere Nachkommen zu aktualisieren; und zu hinterfragen. Wir Eltern wollen das Beste für unsere Kinder. Wir wünschen uns, dass sie gut vorbereitet in ihre Zukunft gehen. Das momentane Schulsystem entwickelte sich leider nur geringfügig mit der Gesellschaft, mit dem Zeitgeist und dem „Bewusstsein“ der Menschen unseres Kulturkreises mit. Ich beschreibe es mit einer alten Burg; mit dicken, hohen Burgmauern, die von einer Gruppe von „Experten“ und „Administranten“ verteidigt wird. Das Interesse altvorderer Regierender, funktionierende Befehlsempfänger im Heer und in der Wirtschaft zu kultivieren, besteht nach wie vor. Anstatt Soldaten werden heutzutage brave Konsumierer heran-gebildet.
Politische Parteien stellen zu meinem Bedauern Partei-Interessen sowie persönliche Ambitionen vor das Wohl der jungen und alten Menschen in unserer Gesellschaft. Der Hunger nach Macht, Regierung und Kontrolle dominieren. Zu viele Politiker prägen unser Schulsystem in der frei flottierenden Angst, Wählerstimmen bei gravierenden Veränderungen zu verlieren. Könnte der Mut zu Veränderungen auch zu Anerkennung bei den potenziellen Wählerinnen und Wählern führen? Auch von den Wechselwählern. … Ich meine, dass mutige, zielstrebige und selbstbewusste Politikerinnen und Politiker erfolgreich wären und nachhaltig positiv transformieren können. Die Qualität der Zeit unterstützt dies. Dazu komme ich später noch. Zuerst möchte ich die drei in der Frage punktierten Themen behandeln.
Gesunde Zukunft
Gesundheit ist der größte Luxus im Leben. Was nützen materieller Wohlstand, Reichtum, Erfolg, … ja, sogar Zeit, wenn der Körper krank, schwach oder verletzt ist? – Es gibt so viele gescheite Sprüche und Weisheiten über Gesundheit. Wir wünschen uns bei festlichen Anlässen und Jubiläen den Personen, die wir feiern, primär Gesundheit. Es ist einfach für einen Menschen auf dieser Welt das höchste Gut. Jeder strebt es an. Jeder wünscht es sich. Als Neujahrsvorsätze wird vom Großteil der Wünschenden und Betenden Gesundheit als Ziel ins Universum, zu Gott oder zur Schöpfung geschickt. Wenn ich bei einer Fee oder einem Geist in der Flasche einen Wunsch frei hätte, würde ich Gesundheit nennen. Du wahrscheinlich auch.
Man kann nun daran glauben, dass, wenn man einen Wunsch immer wieder formuliert, er in Erfüllung geht. Das ist eine Form von Zukunftsgestaltung. Ich tendiere zu der Ansicht, dass ich selbst in erster Linie verantwortlich für meine Gesundheit bin. Äußere feinstoffliche Energien, Wellen, Schwingungen und Einflüsse werden durch meine Einstellung, meine Vorsätze, meinen Glauben, mein Wissen und ganz besonders durch meine „innere Natur“ in Resonanz gebracht. Wie ich lebe, was ich lebe und womit ich lebe stellen für mich den Nährboden für ein gesundes Leben dar.
Daher forschte und fragte ich seit meiner Jugend nach Faktoren, die mein Dasein gesünder machen. Erfahrungen helfen uns für die persönliche Entwicklung am besten. Ernährung war Forschungsfeld Nummer eins. Ich hatte einen erfahrenen und sehr belesenen Gesundheitsexperten an meiner Seite: meinen Vater Richard. Er kannte sich besser in diesbezüglichen Fragen aus als der Großteil der Expertinnen und Experten. Oft wurde er von Ärzten und Therapeuten kontaktiert. Er war ein wandelndes Lexikon; und ein aktives „Versuchslabor“ für Ernährungsrichtungen. Sie waren alle wissenschaftlich fundiert sowie jeweils angeblich vorbildlich getestet. … Er war fast immer von seiner neuen Ernährung begeistert. Immer machte er sie mir „schmackhaft“. Die eine und andere testete ich auch; zum Beispiel Vegetarismus für fünf Jahre, Trennkost für ungefähr zwei Jahre. Mein Vater achtete sehr auf eine „gesunde Ernährung“. Doch leider hatte er im Alter einige grobe körperliche Beschwerden. Er starb zu früh. Nach meinem Ermessen ignorierte er den meiner Meinung nach über alles stehendem Einflussfaktor für Gesundheit. Obwohl er in vielem ganzheitlich tickte. …
Ich sehe zu der Frage, was gesunde Ernährung ist, nur eine Handvoll von über neunzig Prozent Sicherheit zutreffender „Weisheiten“; oder Tipps: Vermeide raffinierten, weißen Zucker, weißes Weizenmehl, zu viel Süßigkeiten und Alkohol, einseitige Ernährung. Jedes Individuum hat einen einmaligen Körper und eine einmalige Einstellung. Daher schlage ich vor, dass jeder Mensch durch Erfahrungen, Gefühl und Fortbildung seinen Weg zu seiner gesunden Ernährung finden soll.
Ernährung ist in den Top Drei der Rangliste meiner Salutogenese-Themen an dritter Stelle. Daher komme ich nun zur zweiten Position.
Ich bin 56 Jahre alt und erfreue mich meiner andauernden Gesundheit, Kraft und Fitness. Krankheiten und Schmerzen erlebte ich ganz selten. Vor zwei Jahren hatte ich zuletzt eine Infektion; Corona in einer schwachen Ausprägung und ohne Nachwirkungen. Grippe-Infektionen suchen mich im Schnitt alle fünf Jahre heim. Dann erfüllt sie für mich eine Reinigungsfunktion, die ich meinen Körper so lange wie notwendig ausleben lasse. Das Immunsystem wird ja auch nach gut überstandener Körperkrise jedes Mal gestärkt. Ich bemerkte, dass mein Immunsystem nachhaltig stark blieb, wenn ich regelmäßig und in Maßen meinem Bewegungsdrang nachging. Bewegen in der Natur ist für mich mehr als eine wertvolle Gesundheitsvorsorge-Beschäftigung. Es ist vorrangiger Wohlfühlfaktor, Teil meiner Lebenseinstellung sowie bevorzugtes Hobby.
Bewegung – regelmäßig, in persönlich angepasster mittlerer Intensität, garniert mit Freude und Glücksmomenten avancierte noch im Laufe des Studiums zu meinem Wohlfühl- und Gesundheitsgaranten. Meine bevorzugten Sportarten waren damals Tennis, Fußball, Radfahren, Rudern. Im Laufe der Jahre probierte ich eine Vielfalt von Sportarten. Letztendlich kristallisierten sich meine Evergreen-Favoriten heraus: Wandern per pedes in Wasser-Landschaften, Wäldern und auf Bergen sowie mit dem Kajak auf Seen und Meeren. Dazu kam Radfahren bevorzugt an Gewässern, Hügel- und Berg-Landschaften. – Diese drei Bewegungssinfonien schenke ich mir ganzjährig mehrmals die Woche.
Ich meine, dass grundsätzlich jede Art von Bewegung wert- und sinnvoll ist; wenn sie nicht übertrieben wird. Das Kriterium für „Übertreibung“ wird natürlich individuell interpretiert. Ich bewundere Menschen, die Bewegung zu Kunst entwickeln; die ihre Persönlichkeit in Form von Bewegung darstellen. Bewegen in Kombination oder Symbiose mit Atem-, Meditations- und Kontemplationstechniken empfinde ich als Ausdrücken, Verinnerlichen und ästhetisches Wachsen im Verweben von grob- mit feinstofflicher Welt. Dabei werden Dimensionen verbunden. Ich trage großen Respekt für die uralten Bewegungsformen wie etwa Yoga, Tai Chi, Breema, Karate … in mir. Atemtechniken spielen im Leben eine große, befruchtende Rolle; wenn man sie achtsam integriert.
Ich komme auf meinen Vater zurück. Er praktizierte im jahrzehntelangen Prozess mehrere Ernährungsphilosophien, leidenschaftlich Sport und manchmal Bewegungstechniken. Er kannte sich theoretisch in gesundheitlichen Themen blendend aus. Doch er litt jahrelang unter mehreren Krankheiten und verfiel körperlich. Er wusste, was der Grund dafür war. Auf einen seiner Bienenstöcke pinselte er in großen Lettern: Ubi es, felicitas? – Wo bist du, Glück? – Er vermisste also das Glück. Als wir vor über dreißig Jahren gemeinsam ein fünftägiges Seminar zu Traumdeutung und Runensymbolik besuchten, gestand er mir sein großes Lebensproblem: Er hatte zu wenig Liebe in seinem Leben. Jahre später standen wir auf der Terrasse vor der Baustelle meines Holzhauses und diskutierten über das Glück im Leben. Er war knapp sechzig und wiederholte sein Lebensproblem. Ich empfahl ihm, sein Dasein grundlegend zu ändern; und irgendwo anders neu zu beginnen. Seine Frau mit Haus zu verlassen. Er schaffte es nicht.
Was schließe ich daraus: Trotz aller Bemühungen in puncto bewusster Ernährung und ausreichend Bewegung krankte sein Körper langfristig. Die seelische und psycho-somatische Komponente überstrahlt in ihrer Wirksamkeit auf die körperliche Gesundheit die anderen Faktoren. In meiner persönlichen Gesundheits